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Der Nachwuchs zeigt sein Können

Baden-Württembergische Jugendmeisterschaft in Calw
09.- 10. Juni 2011

 

In Calw wurden fünf neue Jugendmeister des DEHOGA Baden-Württemberg gekürt / Eva Rühle: „Hervorragende Talente“

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/25 vom 11. Juni 2011 von Natascha Ziltz

CALW. Lampenfieber, Wettkampfgeist und Freudentränen – bei den 31. DEHOGA-Jugendmeisterschaften in Calw kochten die Emotionen hoch. Rund 110 Auszubildende aus den fünf Ausbildungsberufen im Gastgewerbe kämpften in der Johannes-Georg-Doertenbach-Schule in Calw um den Titel als Jugendmeister.
 
Das Ergebnis: Den Meistertitel bei den Köchen sicherte sich Alexander Weinl vom Hotel Kleber Post aus Bad Saulgau. Beste Restaurantfachfrau wurde Claudia Kübler vom Hotel Sackmann aus Baiersbronn. Bei den Hotelfachleuten überzeugte Franziska Junker vom Dorint Maison Messmer, Baden-Baden, die Jury. Luise Schlegel von McDonald’s in Tübingen holte sich den Titel als beste Fachfrau für Systemgastronomie. Und unter den Fachkräften im Gastgewerbe entschied Chantal Hespe vom Gasthaus Krone in Stuttgart den Wettbewerb für sich.


 
Alle 110 Auszubildenden absolvierten am ersten Wettbewerbstag eine Theorieprüfung. Gefragt wurde zum Beispiel bei den Restaurantfachleuten nach den rechtlichen Grundlagen für die Erstellung von Speise- und Getränkekarten, bei den Hotelfachleuten nach der Erstellung einer Logis-Rechnung oder bei den Köchen nach einer Menü-Kalkulation.
 
Die jeweils besten Zehn qualifizierten sich für die Endrunde, die am zweiten Tag in Form einer praktischen Prüfung stattfand. Bewertet wurden die Leistungen der Nachwuchstalente von Fachlehrern und erfahrenen Praktikern aus der Branche. Darunter auch ein ehemaliger Jugendmeister: Andreas Widmann, bester Jungkoch 2010, wechselte in diesem Jahr die Seiten und unterstützte die Jury der Köche.
 
Sein Nachfolger Alexander Weinl vom Hotel Kleber Post überzeugte die Jury schließlich mit seinem Siegermenü aus Filet und Tatar von der Forelle mit Blattsalaten an Schalottendressing, Schaumsuppe von weißem Spargel, gebratenem Lammrücken in der Kräuterkruste sowie einem Erdbeer-Mascarpone-Tiramisu. „Auch wenn bei den Prüfungen gut gelaufen ist und es in der Küche keine Probleme gab, hätte ich mit dieser Platzierung nicht gerechnet“, berichtet Weinl nach der Siegerehrung. Jetzt geht es für den Nachwuchskoch erst einmal nach Wien ins Le Méridien. „Ich möchte unbedingt neue Erfahrungen sammeln.“
 
Jürgen Krohz, technischer Küchenleiter und Jury-Mitglied, lobte die Kreativität bei den diesjährigen Jungköchen. „Es wurde auf einem sehr hohen Niveau gekocht. Die Teilnehmer kombinierten bei den Gängen mehrere Komponenten und zauberten aus einem einzigen Produkt mehrere Dinge“, berichtet Krohz.
 

Die Sieger haben große Pläne
 
Fachkraft Chantal Hespe möchte ebenfalls Erfahrungen in einem neuen Betrieb sammeln. „Es ist schon immer mein Traum gewesen, eines Tages in der gehobenen Gastronomie zu arbeiten. Deswegen fange ich demnächst im Cube Restaurant in Stuttgart an.“ Großes vor hat auch Luise Schlegel, beste Fachfrau für Systemgastronomie. Sie möchte in ihrem Ausbildungsbetrieb, dem McDonald’s Restaurant in Tübingen, bleiben und eines Tages „Assistentin der Geschäftsleitung“ werden. Und Hotelfachfrau Franziska Junker will „erst einmal in Ruhe ihre Ausbildung fertig machen“ und dann ihr nächstes Karriereziel in Angriff nehmen: Tourismusmanagement studieren.
 
Eva-Maria Rühle, Vorsitzende der Fachgruppe Berufsbildung im DEHOGA-Baden-Württemberg, betonte in Calw, wie wichtig die Jugendmeisterschaften sind. „Wenn wir in Baden-Württemberg unsere Position als Feinschmecker- und Genießerland Nummer eins in Deutschland auf Dauer verteidigen wollen, brauchen wir die hervorragenden jungen Talente, die ihre Begabung bei diesem Wettbewerb unter Beweis stellen“, so Rühle.
 
Natascha Ziltz